Im Oktober kommt die neue SAtire „Kalter weisser Mann“ auf den Spielplan. Das Ensemble ist vielfältig zusammengesetzt. Jetzt geht es in die wichtigste und intensivste Probenphase.
Mit Stücken wie „Nur ein Tag“, „Das Experiment“, „Momo“, „Tod im Beichtstuhl“ oder „Robin Hood“ hat das OVIGO Theater im Jahr 2026 einige Premieren im Programm. Im Oktober kommt die Komödie Kalter weißer Mann auf den Spielplan der Theatermacher, die seit dem laufenden Jahr vom Zweckverband „Neue Bühne Oberpfalz“ gefördert werden. „Dies ist ein weiteres Stück, das ideal zu unserem Jahresthema ‚Die Zeit, die uns bleibt‘ passt“, so OVIGO-Intendant Florian Wein. Doch es geht vordergründig gar nicht um die Vergänglichkeit jedes Einzelnen, sondern um das hochaktuelle Thema der sich verändernden Sprache. Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob schrieben das Erfolgsstück. Das Duo landete zuvor bereits mit „Extrawurst“ einen Komödien-Hit. Im Oktober wird das Stück in Oberviechtach, Ursensollen, Nabburg, Neunburg vorm Wald und Weiden gespielt.
Zum Inhalt: „In tiefer Trauer. Die Mitarbeiter“ – Gernot Steinfels, der 94-jährige Patriarch der Firma Feinwäsche Steinfels, einer alteingesessenen mittelständischen Firma, ist verstorben. Er ist friedlich eingeschlafen. Aber damit ist dann der Frieden auch schon vorbei. Sein designierter Nachfolger Horst Bohne richtet für das Unternehmen die Beisetzung aus. Doch die Trauerfeier gerät völlig aus dem Ruder. Das Gebäude der Firmenhierarchie wackelt gewaltig in seinen Fundamenten und dann gerät der Text auf der Trauerschleife ins Visier der sprachreformierenden Generation: „In tiefer Trauer. Deine Mitarbeiter“. Was ist mit den Mitarbeiterinnen? Was ist mit den Personen, die sich gendermäßig nicht zuordnen können oder wollen? Statt des würdevollen Ablaufs der Trauerfeier entbrennt eine erhitzte Debatte zwischen dem designierten Chef und den Angestellten, in der die aktuellen Fragen, Diskussionen, Polemiken und Verletzungen rund um die Themen Sexismus, Gendern, Wokeness und politische Correctness frontal aufeinanderprallen.
Vielfältiges Ensemble mit großer Altersspanne

Der „alte weiße Mann“ Horst Bohne (Stefan Neubauer, Zweiter von rechts) fühlt sich wie im falschen Film
Da hat Bohne, der „alte weiße Mann“, nicht nur Alina Bergreiter, Head of New Development, gegen sich, sondern auch Kevin Packert, den Social-Media-Spezialisten, die dem Unternehmen treue Sekretärin Rieke Schneider und vor allem die sehr selbstbewusste Praktikantin Kim Olkowski. Nicht nur der Umgang der Geschlechter wird komplizierter, es zeigt sich, dass der Graben zwischen den Boomern und den Generationen X, Y und Z vielleicht tiefer ist, als vermutet. Statt sich mit Anstand von dem Verstorbenen zu verabschieden, zerfleischt sich die Führungsetage der Firma vor der erkalteten Asche Gernot Steinfels‘ und dem verzweifelten Pfarrer Herbert Koch, den der Zeitdruck mehr bedrängt als die fehlende Pietät.
Die Regie für „Kalter weißer Mann“ wurde von der Nürnbergerin Annika Nitsch übernommen. In die Rolle des Pfarrers schlüpft der Regensburger Bernhard Zellner, der bei OVIGO unter anderem in „Pension Schöller“ zu sehen war. Stefan Neubauer aus Altenstadt/Waldnaab (u. a. „Männerhort“, „Die Verwandlung“) wird die Rolle des Horst Bohne übernehmen. Renate Bauer aus Gleiritsch spielt die Sekretärin Rieke Schneider. Die ehemalige OVIGO-Bundesfreiwillige Marietta König aus Gebenbach wird im Stück zur Praktikantin Kim Olkowski. Alina Bergreiter, Head of New Development, wird von Jule Schneider aus Pfreimd gespielt. Komplettiert wird das Ensemble von Reinhard Borchmann aus Nürnberg alias Kevin Packert, den Social-Media-Experten. Freya Fehse (ebenfalls Nürnberg) und Tanja Biersl (Winklarn) übernehmen die Regie-Assistenz.
Neben den Proben läuft auch der Vorverkauf für die Tickets für „Kalter weißer Mann“ auf Hochtouren. Das Stück kommt in das Emil-Kemmer-Haus Oberviechtach (3./4. Oktober), in den kubus Ursensollen (23./24. Oktober), in die Nordgauhalle Nabburg (30. Oktober), in die Schwarzachtalhalle Neunburg vorm Wald (31. Oktober/1. November) und in die Sünde Weiden (6./7./8. November). Die Karten gibt es über HIER über unsere Seite, OK-Ticket oder bei den bekannten Vorverkaufsstellen.

