OVIGO Theater, Jakes Frauen

JAKES FRAUEN (Neil Simon)

Welcher Mann verliert da nicht den Verstand?

Bucht ein Stück, das im Jahr 2013 mächtig Eindruck hinterlassen hat! Hinterher wussten die Zuschauer allerdings nicht, ob sie eine Komödie oder ein Drama sahen. Gut so!

Jake liebt Frauen. Nur scheinen sie IHN nicht so zu lieben. Armer Kerl. Jake ist ein Schriftsteller, der seine wirkliche Lebenswelt und seine Romanfantasien nicht mehr auseinander halten kann und deshalb seine Frau Maggie verliert. Die Wohnung ist bald ein Tummelplatz für Frauen, die kraft seiner Fantasie Gestalt annehmen und ein Eigenleben beginnen. Jakes Schwester Karen, seine Psychologin Edith, seine verstorbene Frau Julie und seine Tochter Molly spuken immer wieder in seinem Kopf umher. Obwohl seiner Gedankenwelt entsprungen, scheinen die ihn auch nicht zu lieben. Sie widersprechen, beschweren sich, sind nicht gerade sanft und rücken ihm den Kopf gerade. Sie tauchen stets und ständig auf, auch wenn er sie gar nicht braucht. Unterbrochen werden Jakes Fantasien nur durch die tatsächlichen Besuche von Maggie und Sheila, Jakes Geliebter. Doch da haben Jakes Frauen schon längst angefangen, sein Leben zu übernehmen…

Mit „Jakes Frauen“ wagte sich das neu gegründete OVIGO-Ensemble 2013 auch erstmals an einen etwas traurigeren Stoff, der allerdings auch einige Momente zum Lachen parat hat. Unter Wolfgang Pöhlmanns Regie spielte Florian Waldherr in unnachahmlicher Art und Weise Hauptfigur Jake. „Seine“ Frauen verkörperten Eva Rost, Julia Ruhland, Regina Haider, Martina Baumer, Maria Wabra, Magdalena Höcherl und Karoline Farkas bzw. Jessica Schilling. Ein Stück, das sich lohnt, es wieder zu beleben! Allein um Jakes Willen…

EINDRÜCKE