Komödie „Pension Schöller“ mit Kracher-Premierenwochenende – weitere Termine folgen

Mit großem Applaus ist die Komödie „Pension Schöller“ an ihrem Premieren-Wochenende im Oberviechtacher Emil-Kemmer-Haus bedacht worden. Die neue Produktion des OVIGO Theaters kommt nun am kommenden Samstag (25. März, 20 Uhr) und Sonntag (26. März, 19 Uhr) in die kleine Schulturnhalle in Pfreimd.

Nach langer Endprobenwoche hat sich der Aufwand für die OVIGOs mal wieder mehr als gelohnt. Zweimal war das Emil-Kemmer-Haus für Pension Schöller voll, zweimal gab es überschwänglichen Applaus. Am kommenden Wochenende (25./26.3.) folgen nun die Termine in der kleinen Schulturnhalle Pfreimd. Die Bewirtung übernimmt das Team der Landgraf-Ulrich-Halle um Katharina Arnold. Für den Sonntag gibt es noch letzte Restkarten. Weitere Termine folgen in Ursensollen (31.3.), Regenstauf (1.4.), Neunburg vorm Wald (8.4., als Oster-Matinee um 15.00 Uhr), Maxhütte-Haidhof (22.4.) und als Gastspiel im oberfränkischen Selb (21.5.).

Die Komödie „Pension Schöller“ von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby kam im Jahr 1890 erstmals in Berlin auf die Bühne. Es folgten zahlreiche Verfilmungen und weitere Theateradaptionen. Das Stück entwickelte sich zum Renner im deutschsprachigen Raum und scheint nichts von seinem ursprünglichen Charme und Witz verloren zu haben. „Wir haben das immer noch sehr lustige Stück ein wenig entstaubt und den Inhalt nach München verfrachtet“, so Regisseur Florian Wein.

Doch in die Gegenwart wollte er den Klassiker nicht versetzen lassen: „Ich möchte einen Bogen zu heute spannen und zeigen, wie sehr sich unsere Gesellschaft in den rund 100 Jahren geändert hat, wie viel feinfühliger wir in gewissen Dingen geworden sind.“ So gibt es durchaus überraschende Elemente – z.B., dass die Protagonisten ein „Blitzschlag“ trifft, wenn sie sich politisch nicht korrekt verhalten, nur um dann zu erwähnen, dass man 1908 doch „noch lange nicht soweit“ sei.

Die Story: Alfred Klapproth braucht Geld. In Aussicht gestellt wird es ihm von seinem Onkel Philipp – allerdings nicht ohne Gegenleistung. Philipp Klapproth ist extra nach München gereist, um an der Soiree einer Nervenheilanstalt teilzunehmen – und einmal echte Irre zu erleben. Dem Neffen fehlen allerdings die entsprechenden Kontakte und so erklärt er prompt die Pension Schöller samt ihrer exzentrischen Gäste zur Irrenanstalt mit zugehörigen Patienten. Sehr zur Freude des Onkels, der amüsiert sich nämlich prächtig und taucht voyeuristisch in den allgemeinen Wahnsinn ein. Mit fatalen Folgen: Nach seiner Abreise stehen plötzlich alle vermeintlichen Patienten vor dessen Haus!

„Wenn alle Menschen gleich sind, wird es langweilig“, so Regisseur Florian Wein. „Dürfen sich die Individuen entfalten, gibt es Entwicklungen. So manche finden das vielleicht befremdlich und deuten das gar als verrückt.“ Deshalb stellt die Komödie auch die Frage: Was ist denn eigentlich verrückt?

Wenn Männer zu Frauen und Frauen zu Männern werden

Neben Regisseur Wein arbeiteten die Assistenzen Cora Spalek, Charlotte Bielefeldt, Mónica Fino, Ingrid Schramm, André Gießübl und Finn Ebenschwanger in verschiedenen Bereichen an dem Stück. Die Kostüme kommen von Beate Stock aus Vohenstrauß. Mit voller Absicht wurden einige Männer als Frauen und Frauen als Männer besetzt. So spielt Andreas Schopper aus Oberviechtach Amalie Schöller und Paula Sprosser, Petra Sommer-Stark aus Waldsassen mimt Pensions-Chef Wilhelm Schöller oder Erasmus Gerhards aus Pettendorf ist als Schrifstellerin Josephine Krüger zu sehen.

In die Hauptrolle des Philipp Klapproth schlüpft Bernhard Zellner aus Regensburg, der bei OVIGO u.a. als Ebenezer Scrooge (2018) zu sehen war. Außerdem stehen Natalie Steidl (aus Neunburg v.W.), Kathrin Straubinger (aus Regensburg), Michael Zanner (aus Lappersdorf), Ilona Glück (aus Schwarzenfeld), Lena Kohl (aus Mantel), Renate Bauer (aus Gleiritsch), Daniel Adler (aus Bad Abbach) und Stephanie Most (aus Pfreimd) in verschiedenen Rollen auf der Bühne. 

Mit „Pension Schöller“ möchte das OVIGO Theater nach den jüngsten großen Erfolgen mit „Der kleine Horrorladen“ und „Sid und Nancy“ wieder neues Terrain erschließen. Die Karten gibt es HIER, bei OK-Ticket, NT-Ticket und bei angeschlossenen Vorverkaufsstellen für 13 bzw. 6,50 €. Für Gruppen gibt es entsprechende Rabatte zwischen 12 und 22 %. OVIGO empfiehlt das Stück ab einem Alter von mindestens 10 Jahren.

Herzlichst

Euer OVIGO Theater e.V.

OVIGO, Baby.