Eine ganz heiße Nummer, OVIGO Theater

Rauschendes und heißes Wochenende in Pfreimd

Fast 500 Zuschauer, restlos ausverkauft, beste Stimmung und ein fantastisch aufgelegtes Ensemble. Das waren die Zutaten für das Premieren-Wochenende von „Eine ganz heiße Nummer“.

Zwei Mal war die kleine Turnhalle der Landgraf-Ulrich-Schule in Pfreimd restlos ausverkauft. Zwei Mal bekamen die Zuschauer ein knallbuntes, musikalisches und prickelndes Spektakel zu sehen. Wir feierten mit EINE GANZ HEISSE NUMMER (Autorin: Andrea Sixt, Regie: Florian Wein) Premiere. Und was für eine!

Den Zuschauern wurde ziemlich schnell klar: Wo OVIGO drauf steht, ist auch OVIGO drin. „Eine ganz heiße Nummer“ ist keine platte Komödie, die auf schnelle Lacher aus ist, sondern ein intelligentes Stück mit einem weiterhin brandaktuellen Thema. Ein dörflicher Lebensmittelladen steht vor der Schließung. Alle rennen nur dorthin, wo es billig ist. Die drei Frauen, die im urigen Laden arbeiten, kommen auf eine kreative Idee: Sie eröffnen eine Sex-Hotline! Natürlich regt sich im (angeblich) so prüden Dorf schnell Widerstand.

Unserem Ensemble ist ein wunderbarer Spagat geglückt – zwischen Witz, Erotik und den wichtigen ruhigen Momenten, die dem Stück den nötigen Tiefgang verleihen. Die Besucher waren sichtlich gerührt und bestens unterhalten zugleich. Jeweils minutenlanger rauschender Beifall war schließlich der verdiente Lohn für ein Ensemble, das über sich hinaus wuchs.

Brillante Darsteller, nur noch wenige Karten

Stephanie Most (aus Pfreimd) hat als Maria Brandner die Idee, die pikante Hotline zu eröffnen. Unsere Stephie spielte sich einen sagenhaften und Rausch, mit einem heißen Strip als Höhepunkt. Ilona Glück (Schwarzenfeld) und Julia Gitter (Oberviechtach) spielten ihre kongenialen Kolleginnen, die mit der Zeit immer mehr Gefallen am neuen „Job“ finden. Als ihre Gegenspielerinnen traten Pe­tra Sommer-Stark (Waldsassen) und Lena Biegerl (Oberviechtach) auf, deren Auftritte zurecht immer wieder mit Szenenapplaus bedacht wurden. Doch Highlights gab es noch viele weitere: Zum Beispiel wenn  Pfarrer Gandl (André Gieß­übl, Oberviechtach) mit seinem Lumpi auf Streifzug geht. Oder wenn Daniel Adler (Bad Abbach) und Benedikt Fröhlich (Schwarzach) als untalentierte Sexfilm-Darsteller auftreten oder wenn Stefan Neubauer (Irchenrieth) bei der heißen Nummer anruft und sich zu Brad Pitt verwandelt. Oder wenn Bernhard Zellner (Geige, Regensburg) und Andreas Schopper (Ukulele, Oberviechtach) für musikalische Leckerbissen sorgen. Auch die kleineren Rollen wie die von Junaid Ahmad (unnachahmlich als bayerisch-pakistanischer Landwirt Maqsud) und Michael Sandner (herrlich unterwürfig) sorgten immer wieder für besondere Momente. Und und und und und…

„Eine ganz heiße Nummer“ ist bereits fast komplett ausverkauft. Letzte Restkarten für Regenstauf (18.1.) und Schwarzenfeld (31.1.) können HIER bestellt wer­den. Doch: Es sieht derzeit schwer danach, als würden weitere Termine ab dem Sommer folgen…

WAS FÜR EIN THEATER!

Herzlichst

Euer OVIGO Theater e.V.